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Johann Sebastian Bach
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| Zu diesem Titel: Verwendete Instrumente von Reinhard Ossenbrunner: |
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| Werke: Suite 1 G-Dur BWV 1007 Suite 3 C-Dur BWV 1009 Suite 5 c-moll BWV 1011 |
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| Hörbeispiele (mp3): Suite 1: Prélude - Allemande - Courante - Sarabande - Menuet - Gigue Suite 3: Prélude - Allemande - Courante - Sarabande - Bourée - Gigue Suite 5: Prélude - Allemande - Courante - Sarabande - Gavotte - Gigue |
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| (Erik
Daumann in klassik.com
27.08.2005) ...Gerhart Darmstadt legt mit der ersten, dritten und fünften
Suite die erste Folge seiner Gesamteinspielungen der Cellosuiten von
Johann Sebastian Bach vor.
Historischer Ansatz Der Hallenser Gerhart Darmstadt, der bei Nikolaus Harnoncourt historische Aufführungspraxis studierte, schlägt einen anderen Weg ein als Maria Kliegel, die etwa zeitgleich ihre Interpretationen der sechs Cellosuiten bei Naxos vorgelegt hat. Darmstadt wählte unterschiedliche Instrumente für die individuelle Gestaltung der ersten, dritten und fünften Suite. So entschied er sich bei der ersten Suite für einen Violone, ein klangfüllendes Instrument des späten 17. Jahrhunderts, bei der dritten Suite für ein kleineres Soloinstrument und bei der fünften ein Cello, wie es sich seit 1720 etabliert hat. Weniger der zyklische Bogen ist es, wie bei Maria Kliegel, den Darmstadt spannen will. Er lässt jeder Suite ein besonderes klangliches Gepräge zukommen, individualisiert gleichsam jede einzelne Suite. Gerhart Darmstadt sieht diese Musik mit dem Auge der Vergangenheit, das auch nach Jahrhunderten in die Zukunft blickt. Insofern deutet er die Musik unter dem Aspekt der Zeitlosigkeit und misst, anders als Maria Kliegel, nicht die Kantilenenhaftigkeit der Suiten aus, nicht die Melodie, sondern reizt zum einen das technisch Machbare aus und stellt die Musik als absolut dramatisches Ereignis dar. Eckig, kantig ist bei Darmstadt diese Musik, kompromisslos in ihrer Binnenspannung zwischen Akkordbrechungen und reiner Linearität. Der näselnde, scheppernde Klang der Nachbauten historischer Instrumente von Reinhard Ossenbrunner wird hier zum Träger wahrer Zeitlosigkeit von Musik. Meisterhaft, wie Darmstadt weniger durch dynamisches Differenzieren als vielmehr durch Akzentuieren der Phrasen und rhythmische Prägnanz die Musik formt und auch dies so kompromisslos, dass einem der Atem stockt und man sich darüber nicht genug erstaunen kann, dass diese Musik in der Tat schon mehrere Jahrhunderte alt ist, so modern klingt sie. |
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