...für Violine solo

Welt-Ersteinspielungen:

Paul Hindemith

Manuel Quiroga

Gloria Coates


Andreas Lucke, Violine

 

Hörbeispiele
Rezensionen
Werke

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Best.Nr. CCD 133
EAN 4028183001337

Zu diesem Titel:
Die virtuose Violine im Zeitlauf von 300 Jahren – ein Kaleidoskop nicht nur technischer Spielfertigkeiten vom Barock bis zur Moderne. Es wird ein Bogen gespannt zum tieferen Verständnis der Violinvirtuosität. Und drei Welt-Ersteinspielungen: Manuel Quiroga: Emigrantes Celtas; Paul Hindemith: Sonate op. 11 Nr. 6 in der vollständigen Fassung; Gloria Coates: Sonata for violin solo

Hörbeispiele (mp3):
Westhoff, Suite Nr. 2 A-Dur, Allemande - Courante - Sarabande - Gigue
Locatelli, Paganini, Lipinski, Ernst, Ysaÿe, Quiroga,
Hindemith, Sonate op. 11 Nr. 6, Mäßig schnell - Mäßig bewegt - Lebhaft
Zito
Coates, Sonata for violin solo, Prelude - Fantasia - Berceuse - Hornpipe
Widmann

Werke:
Johann Paul Westhoff (1656 – 1705) Suite Nr. 2 A-Dur
Pietro Antonio Locatelli (1695 – 1764) Capriccio Il Labirinto Armonico
Niccòlo Paganini (1782 – 1840) Caprice c-Moll op.1 Nr. 4
Karol Józef Lipinski (1790 – 1862) Grande Caprice
Heinrich Wilhelm Ernst (1814 – 1865) Etude IV À Vieuxtemps
Eugène Ysaÿe (1858 – 1931) Sonate Nr. 6 À Manuel Quiroga
Manuel Quiroga (1892 – 1961) Emigrantes Celtas
Paul Hindemith (1895 – 1963) Sonate op. 11 Nr. 6, Mäßig schnell - Mäßig bewegt - Lebhaft
V. Zito (?) Capricho Tango
Gloria Coates (*1938) Sonata for violin solo, Prelude - Fantasia - Berceuse - Hornpipe
Jörg Widmann (*1973) Etude I

Rezensionen:
Besonders dankbar ist man Lucke für fünf Erstaufnahmen. All diejenigen, die immer auf den Widmungsträger der letzten Ysaÿe-Solosonate (ebenfalls auf der CD) Quiroga, neugierig waren, werden hier fündig. Lucke liefert eine brillante Interpretation einer rhapsodischen Volksliedbearbeitung des spanischen Geigers. Von hier aus ist es nicht weit zum effektvollen Tango-Capricho des Argentiniers V. Zito, eines Freundes von Ruggiero Ricci.
...Unter den zeitgenössischen Werken bleibt die Solosonate von Gloria Coates, ein Auftragswerk, im Bereich der traditionellen Formen und Spieltechniken, während Jörg Widmanns Etüde in ihrer zerfaserten, aphoristischen Struktur raffinierte Farben und und avantgardistische Klänge präsentiert. Alle Geiger, die nach lohnenswertem Solorepertoire für Violine suchen, werden Andreas Lucke mit Freude auf seiner Entdeckungsreise durch diese unbekannte, an Schätzen reiche Welt folgen. (Martin Wulfhorst in „Das Orchester“, Mainz 3/2005)

Auch wer glaubt, sich im weiten Feld der klassischen Musik auszukennen, kann immer noch Neues entdecken. Das Bamberger Label Cavalli-Records bietet jetzt wieder zwei neue musikalische Feldfrüchte. Wichtigster Erntehelfer dabei ist, um im Bild zu bleiben, der Violinist Andreas Lucke, seit 1979 Mitglied der Bamberger Symphoniker und weit über die Grenzen der Domstadt hinaus als Solist bekannt. Auf der CD „... für Violine solo" (Cavalli Records CCD 133) gibt Lucke einen furiosen Überblick über 300 Jahre virtuose Violine. Paganini ist hier dabei mit dem wuchtigen „Caprice c-Moll op. l Nr. 4", natürlich, dafür wurde auf Gängigeres wie Tartinis „Teufelssonate" verzichtet und selten gehörte Schönheiten ausgewählt wie die Etüde IV „A Vieuxtemps" von Heinrich Wilhelm Ernst oder das atmosphärisch dichte „Emigrantes Celtas" des nordspanischen Geigenvirtuosen Manuel Quiroga. Letzteres, verrät das informative Beiheft, ist auf dieser CD das erste Mal überhaupt eingespielt worden. Ein weiteres Fundstück ist die Sonate op. 11 Nr. 6 von Paul Hindemith, die lange Zeit nur als Fragment existierte und die mit der vorliegenden Aufnahme jetzt ebenfalls zum ersten Mal auf CD zu hören ist. Auch bei dieser Kostbarkeit, die gerade in ihrem dritten Satz Raum für virtuoses Selbstdarstellertum böte, ist Andreas Luckes Spiel immer diszipliniert, kostet Effekte aus, aber weist ihnen gleichzeitig ihren Rang in der Gesamtkomposition zu. So hat der Zuhörer die Chance, den strukturellen Wegen der Stücke zu folgen - die mal geradliniger wie bei der A-Dur-Suite Nr. 2 des Bachzeitgenossen Johann Paul Westhoff sind, mal von fast orchestraler Dichte wie bei der Etüde I des 1973 geborenen Komponisten und Klarinettisten Jörg Widmann. Das Können Luckes, das macht diese CD deutlich, wird nicht als Selbstzweck zelebriert, sondern es ist Transportmittel der kompositorischen Aussage. (Fränkischer Tag, 25.03.2004)


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