Das Lied im deutschen Südwesten

Das Lied im deutschen Südwesten

Christine Müller, Mezzosopran
Thomas E. Bauer, Bariton
Ulrich Eisenlohr, Hammerflügel

 

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Werke

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Best.Nr. CCD 311
EAN 4028183003119

Zu diesem Titel:
Mit den Werken dieser CD wird ein erhellendes Licht auf die „Schwäbische Liederschule“ geworfen, deren Komponisten wie Rudolf Zumsteeg und Friedrich Daniel Schubart immerhin einem Franz Schubert als wichtige Vorlage für sein eigenes reiches Liedschaffen dienten. Aber auch die weiteren Dichter und Komponisten und Komponistinnen des deutschen Südwesten reflektierten mit ihren Werken die sich ihrer Emotionen immer bewusster werdende Kultur des erstarkenden Bürgertums. Nicht mehr Satyrn und Nymphen, nicht mehr mythologische Gestalten werden besungen, wie zu höfischen Zeiten; die Bewegungen der Seele lebendiger Menschen geben das Sujet ab für die Gedichte und Gesänge einer Landschaft, der immerhin auch ein Friedrich Schiller entstammt.
Hörbeispiele (mp3):
Sixt, An das Clavier - Schubart, Die Forelle - Zumsteeg, Vom Traum noch halb geborgen
Rezensionen:
Die Zusammenstellung „Das Lied im deutschen Südwesten" versteht sich als Gegenpol zu den Wirkungskreisen der Herren Reichardt und Zelter im Norden. Dabei kommen auch Leute wie Ignaz von Beecke, Emilie Zumsteeg (Tochter des Schiller-Freundes Johann Rudolf Zumsteeg) oder Louis Hetsch zur Geltung. Der Tenor Thomas E. Bauer und die Sopranistin Christine Müller hinterlassen dabei einen überdurchschnittlichen Eindruck, auch wenn das Atmosphärische, Suggestive ihres Vortrages sich gelegentlich als harmlos entpuppt. ... Ulrich Eisenlohr entlockt dem Hammerflügel selbstbewusste Begleiterklänge – gerade bei Strophenliedern durchaus kein Nachteil. (fonoforum 7/2003)

... Die Stimmungen der Lieder reichen von einfachen biedermeierlichen Strophenliedern über witzige Schäferstündchen und todesschwangere Schlafliedchen bis zu dramatischen Erzählungen in durchkomponierter Form. Der ausdrucksstarke Bariton Thomas E. Bauer geht in seinen Interpretationen sinnbildhaft bis an die klanglichen Grenzen des Wortgehaltes und Christine Müller zeichnet mit einem warmen Mezzo die wechselnden Stimmungen der Lieder gefühlsecht nach. Deren beider Begleiter, Ulrich Eisenlohr, tritt bei seinem Spiel selbstbewusst mit klarem Gefühl für Proportionen und Strukturen auf und beachtet gleichzeitig das wechselnde Profil seines Partes, das vom schlichten Begleiten bis zum zuspitzenden Eingreifen in die musikalische Handlung reicht. Ergänzt wird die CD mit einem umfangreichen Booklet, in dem Martina Reebmann eine fundierte Einführung in das Liedschaffen des deutschen Südwestens gibt und alle Komponisten vorstellt. Außerdem sind alle Liedtexte darin aufgenommen. Diese CD weist sowohl inhaltlich als auch künstlerisch weit über das rein Dokumentarische hinaus. Sie sollte, so ist zu hoffen, Anstoß für eine Reihe weiterer Neuentdeckungen sein und setzt Maßstäbe für derartige Produktionen. (Patrick Tröster in Neue Musikzeitung 4/2003)

Werke:
Johann Abraham Sixt (1757-1797): Klagelied der Trennung, An das Clavier
Chr. Fr. Daniel Schubart (1739 - 1791): Die Forelle
Ignaz von Beecke (1733-1803): Vergessenheit und Erinnerung, Der Ruhplatz
Friedrich Silcher (1789-1826): Alphorn, Ruhe bei ihr, Wanderung, Der Jäger und die Schäferin Frage, Er und Sie
Johann Rudolph Zumsteeg (1760-1802): Maria Stuart, Melancholikon
Emilie Zumsteeg (1796-1857): Vom Traum noch halb geborgen, Kannst Du mir das Wort...
Josephine Lang (1815-1880): Frühlingsglaube, Mathildenhöhe, Wehe, so willt Du mich wieder, Wenn zwei von einander scheiden, Kater Hiddigeigei
Carl Maria von Weber (1786-1826): Was zieht zu Deinem Zauberkreise? Ich sah ein Röschen am Wege stehn
Conradin Kreutzer (1780-1849): Die Kapelle
Louis Hetsch (1806-1872): Agnes, Früh
Otto Scherzer (1821-1886): Ein Stündlein wohl vor Tag
Ernst Friedrich Kauffmann (1803-1856): Das Weib, In die Ferne, Ständchen, Schön Rohtraud


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