|
Rezensionen:
Bei den Oboenkonzerten musizieren zwei Solisten der
Berliner Philharmoniker: Der glänzende Solo-Oboist Albrecht Mayer wird
von Konzertmeister Daniel Stabrawa gefühlvoll begleitet. Ein
Hineinhorchen in das Rondo von Wolf-Ferraris Konzert dürfte die
Kaufentscheidung erleichtern.
(crescendo 1/2001)
... schmeicheln dem Ohr in gefühlsseligem Schwelgen:
Albrecht Mayer von den Berliner Philharmonikern wählt dazu spätromantisch
gestimmte Konzerte aus der jüngeren Vergangenheit, allesamt von schwärmerischer
Verträumtheit geprägt. Das polnische Orchester aus dem ehemaligen
Bromberg sorgt für den passenden samtenen Klangteppich.
(fonoforum 1/2001)
Der Sammeltitel Romantische Oboenkonzerte im 20. Jahrhundert
charakterisiert treffend die Schreibweise von drei gleichaltrigen Repräsentanten
einer Komponistengeneration, deren individuelle Klangsprache
gleichberechtigt neben den radikalen Neuerern unter ihren Zeitgenossen
angesiedelt ist. Der Beitrag von Richard Strauss (1945) nimmt insofern
eine Sonderstellung ein, als er trotz facettenreicher
Vergleichseinspielungen die Filigranarbeit des Werkes dank einer
exemplarischen Wiedergabe-Transparenz der Partitur und Sinnlichkeit des
Klanges zu würdigen weiß. Das Schwelgen in modulationsreicher Opulenz
gewinnt unversehens eine neue, einschmeichelnde Qualität dank dynamischer
Klein-und Feinarbeit, die neben dem hurtig perlenden Spiel auch ein einfühlsames
Oboen-Melos nicht scheut. Von den makellosen Bläserkünsten Albrecht
Mayers profitieren auch die beiden anderen, seltener zu hörenden
Glanzlichter der impressionistisch-spätromantischen Oboenliteratur. Für
das polnischen Kammerorchester ist dies ein erfolgreicher Einstand unter
der neuen Leitung Daniel Stabrawas.
(Gerhard Pätzig in Klassikk heute
12/2000)
Romantische Oboenkonzerte,
aber aus neuerer Zeit – von Strauss, Wolf-Ferrari und Vaughan Williams.
Albrecht Mayer ist der blendende Solist dieser hübschen, so sanglichen
wie virtuosen Musik, die Capella Bydgostiensis bildet unter Daniel
Stabrawa das Fundament (dwg in Kölner Stadt-Anzeiger)
Nicht zufällig beschwören alle drei Werke den
elegischen Ton der Schalmei; wo Vaughan Williams mit schlichten
Volksmelodien den Geist des 17. Jahrhunderts auferweckt, bietet
Wolf-Ferrari in seinem „Idillio-Concertino" ein kurzweiliges
Konzentrat aus italienischem Temperament und deutscher Innigkeit. Strauss
schließlich lässt noch einmal seine Meisterschaft der späten Jahre
aufblitzen, quasi aus dem Nichts ein 25-minütiges, Mozart nahes Werk zu
schaffen. Albrecht Mayer gebietet über alle Raffinessen des Oboenspiels;
wie kostbare Arabesken winden sich seine Töne um die Akkorde -vom
hauchzarten Piano bis zum ausdrucksstarken Porte. Gehaltvolle Unterstützung
erhält der Solist von den polnischen Musikern der Capella Bydgostiensis,
die seit 1995 von Philharmoniker-Konzertmeister Daniel Stabrawa geleitet
werden, (mho in Berliner Morgenpost)
|