Peter Kiesewetter BERESHIT op. 70 (1995 - 1996) Azione Sacra per Soprano, Viola, Cetra, Percussione e Nastro Magnetico

Konzertmitschnitt aus der Basilika St. Bonifaz, München vom 18.4.2001

Ensemble  BERESHIT

Gesang: Adelheid Maria Thanner, Martina Koppelstetter

Sprechstimmen: Caroline Fink, Adelheid Maria Thanner, Peter Kiesewetter

Zither: Georg Glasl, Leopold Hurt

Viola: Kelvin Hawthorne, Gunter Pretzel

Percussion: Tobias Kästle, Rudolf Bauer

Klangregie: Egino Klepper

 

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Best.Nr. CCD 432 (3 CDs)
EAN 4028183004321

Zu diesem Titel:
BERESHIT, IM ANFANG ist Name und Textbeginn des Ersten Buches Moshe, des Berichts von der Erschaffung der Welt. Ihm folgen die Geschichten der Urväter: eine literarisch sehr dicht und konsequent gestaltete Reihe archetypischer Szenen. Viele von ihnen lassen sich als Ganzes oder doch im Detail zurückführen auf den gedanklichen Kern „Aus Wenigem Vieles“: ein Quellstrom speist die vier Ströme des Paradieses; der Turmbau zu Bawel führt zur Verwirrung der einen gemeinsamen Ursprache, zu ihrer Aufsplitterung und Komplizierung in einer Vielzahl von Sprachen.

Die Gesamtform des Werkes konstituiert sich aus 17 Einzelsätzen, sie zeigt einen regelmäßigen Wechsel von instrumentalen Prä-, Inter- und Postludien und vokalen, instrumental begleiteten Szenen. Jede Szene erhält ihr besonderes instrumentales Kolorit: Didgeridoo, das urtümliche Blasinstrument der australischen Aborigines, gefertigt aus dem von Termiten ausgehöhlten Ast des Eukalyptusbaumes, steht, zusammen mit den gestrichenen Kontra-Saiten der Basszither, für die urzeitliche Flusslandschaft Mesopotamiens; die paradiesische Gartenidylle, gefährdet, zerbrechlich von Anbeginn, ist charakterisiert durch Flageolettklänge von Viola und Basszither, kombiniert mit irreal schillernden Klangblasen gestrichener Vibraphonplatten.

Der Verlust des Paradieses schließlich – schmerzhafter Eintritt in die messbare, von Geburt und Tod begrenzte Zeitlichkeit – ist symbolisiert durch den trocken skandierenden Klang von Tempelblöcken, Marimbaphon und Peitschen. Letztere erscheinen im Satz gekoppelt mit den Sprechstimmen der Instrumentalisten, sie fügen dem Text eine Folge brachialer Akzente zu, einen barbarischen Kontrapunkt gemäß dem ungezügelten Temperament jener archaischen Wettergottheit, deren Fluch das erste Menschenpaar trifft, unversehens, unvorbereitet, unverstanden, nur fragmentarisch erinnert und aufgefasst.

Werke:
CD 1:

1 NIGGUN ALEF, 2 BERESHIT 2, 3 NIGGUN BET, 4 NIGGUN GIMEL, 5 BERESHIT 3

CD 2:

1 NIGGUN DALET, 2 NIGGUN HE, 3 BERESHIT 5/6, 4 NIGGUN WAW

CD 3:

1 ARIA, 2 NIGGUN SAJIN, 3 NIGGUN CHET, 4 NIGGUN TET

Hörbeispiele (mp3):
CD 1: 1 NIGGUN ALEF, 2 BERESHIT 2, 4 NIGGUN GIMEL, 5 BERESHIT 3

CD 2: 1 NIGGUN DALET, 2 NIGGUN HE, 3 BERESHIT 5/6

CD 3: 1 ARIA, 2 NIGGUN SAJIN

Rezensionen: -

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