L’Armonica – Musik mit Glasharmonika

Concilium musicum Wien auf Originalinstrumenten

 

Ursula Fiedler, Sopran · Sascha Reckert & Philippe Marguerre, Glasharmonika

Leitung und Cembalo: Paul Angerer

 

(Mitschnitt des Konzertes in der Allerheiligen-Hofkirche zu München am 21. Mai 2005)


Hörbeispiele
Rezensionen
Werke

 


Best.Nr. CCD 448
EAN 4028183004482

Zu diesem Titel:

Die Glasharmonika wurde 1761/62 von Benjamin Franklin erfunden. Er weilte zu der Zeit in London und besuchte dort das Konzert eines Gläserspielers. Unter der Bezeichnung „Musical Glasses“ waren solche Instrumente damals sehr populär. Fasziniert vom Klang, wünschte sich Franklin, seines Zeichens auch Physiker und Erfinder, zur Erleichterung des Musizierens die Gläser, welche die Töne produzieren, dichter bei einander und eine Art mechanische Drehung. Zu diesem Zweck ließ er halbkugelförmige Glasschalen mit einem kleinen Halsansatz in der Mitte fertigen und auf eine Achse montieren. Die Glasschalen nahmen in der Größe immer ab, so dass sie, exakt montiert, jeweils ineinander passten. Zwischen dem Glas und der Achse wurde ein genauestens geschliffener Kork angebracht. Die Rotation wurde durch ein Pedal und Schwungrad erzeugt.

Franklin gab ein Instrument an die Davis Schwestern. Cecilia, eine in ganz Europa gefeierte Sängerin, und Marianne kamen mit der Glasharmonika nach Wien und waren zu Gast im Hause Johann Adolph Hasses. Anlässlich der Hochzeit der Erzherzogin Maria Amalia mit dem Infanten Ferdinand, Herzog von Parma, komponierte Hasse 1769 „L' Armonica“. Das Werk verlangt nicht nur einen großen Tonumfang bis zum kleinen c, sondern auch virtuose Fähigkeiten. Es ist erstaunlich, dass erst wieder Wolfgang Amadé Mozart in seinem Werk für Glasharmonika, Flöte, Oboe, Viola und Violoncello (1791) ähnliche Anforderungen an das Instrument stellte. Beide Werke haben im Vergleich zu den übrigen Stücken für Glasharmonika herausragende kompositorische Qualitäten und markieren so auch Anfang und Ende der Blütezeit dieses Instruments.

Werke:

Karl Leopold Röllig (1754-1804): 1 Rondeau A-Dur für Glasharmonika und

Streicher

Johann Adolph Hasse (1699-1783) „L’Armonica“, Kantate für Sopran,

Glasharmonika und Orchester

Wolfgang Amadé Mozart (1756-1791): 6 Adagio und Rondeau für Glasharmonika,

Flöte, Oboe, Viola und Violoncello KV 617

(Sascha Reckert & Philippe Marguerre, Glasharmonika · Anni Laflamme, Traversflöte · Andreas Helm, Oboe · Chr. Angerer, Viola · Günter Schagerl, Violoncello)

Wolfgang Amadé Mozart: 7 Arie der Arminda aus

„La finta giardiniera“, KV 196

Joseph Haydn (1732-1809): Sinfonie C-Dur Nr. 48 „Maria Theresia“ Hob. I:48

Hörbeispiele (mp3):

Karl Leopold Röllig:1 Rondeau A-Dur für Glasharmonika und Streicher

Johann Adolph Hasse (1699-1783) „L’Armonica“, Kantate für Sopran,

Glasharmonika und Orchester 2 Introduzione, 3 Aria, 4 Recitativo, 5 Aria

Wolfgang Amadé Mozart: 6 Adagio und Rondeau für Glasharmonika,

Flöte, Oboe, Viola und Violoncello KV 617

Wolfgang Amadé Mozart: 7 Arie der Arminda aus „La finta giardiniera“, KV 196

Joseph Haydn: Sinfonie C-Dur Nr. 48 „Maria Theresia“ Hob. I:48

8 Allegro, 9 Adagio, 10 Menuetto. Allegretto, 11 Finale. Allegro

Rezensionen:

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