Franz Anton Hoffmeister (1754 – 1812):

Sinfonie D-Dur „La Chasse“

Joseph Haydn (1732 – 1809):

Drei Opernarien

Johann Michael Haydn (1737 – 1806)

Serenata D-Dur

Concilium musicum Wien live auf Originalinstrumenten

 

Ursula Fiedler, Sopran ·

Leitung: Paul Angerer

 

(Mitschnitt eines Konzerts der Haydn-Gesellschaft Wien aus dem Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften vom 18. Oktober 2005)


Hörbeispiele
Rezensionen
Werke

 


Best.Nr. CCD 449
EAN 4028183004499

Zu diesem Titel:

Am 25. März 1791 leitete Joseph Haydn das 3. Salomon-Konzert in den Hanover Square Rooms. Die Programmfolge enthielt Werke von Muzio Clementi, Ignaz Pleyel, Johann Peter Salomon, Jan Ladislaus Dussek und eigene Kompositionen (Sinfonie b-Moll und eine Cantate). Als Abschluss wurde „von dem fruchtbaren Componist Franz Anton Hoffmeister in Wien“ die „Grande Sinfonie La Chasse“ aufgeführt. Ein wichtiges Kapitel in Joseph Haydns Theaterzeit bilden die Einlagearien, die er komponierte. Ab 1784 versiegte das eigene Opernschaffen – die gesamten Vokalwerke werden durch diese Arien repräsentiert. Einen besonderen Platz nehmen dabei die Arien ein, die Haydn für seine Geliebte Luigia Polzelli komponierte. Die reichbesetzte, achtsätzige „Serenata, à piu Stromenti, tutti obbligati“ war nach der Serenata vom 10. August 1767 das zweite große sinfonische Werk Michael Haydns. Für welchen Anlass es komponiert wurde ist nicht festzustellen – jedenfalls ähneln beide Werke in der Anlage den fünf Serenaden Mozarts, die dieser zwischen 1769 und 1779 komponiert hat. Es sind sogenannte „Finalmusiken“: Sie wurden von den Studenten gegen Ende des Schuljahres dem Landesfürsten in seiner Sommerresidenz und ihren Professoren vor der Universität dargebracht, aber auch für Hochzeitsfeiern, Namenstage und andere Feierlichkeiten komponiert. Der Marsch wurde als Aufzugs- und Abgangsmusik benutzt.

Werke:

Franz Anton Hoffmeister (1754 – 1812): Sinfonie D-Dur „La Chasse“  Joseph Haydn (1732 – 1809): Arie der Merlina zu Domenico Cimarosa’s „L’impresario in Angustie“ (Esterháza, 1779) Arie der Nannina zu Pasquale Anfossi’s „La Metilde ritrovata“ (Esterháza, 1779) Arie der Donna Stella zu Giovanni Paisiello’s „La Frascatana“ (Esterháza, 1779) Johann Michael Haydn (1737 – 1806) Serenata D-Dur

Hörbeispiele (mp3):

Franz Anton Hoffmeister Sinfonie D-Dur „La Chasse“

1 Allegro, 2 Adagio, 3 Menuetto con Trio, 4 Allegro con brio

Joseph Haydn 5 Arie der Merlina, 6 Arie der Nannina, 7 Arie der Donna Stella

Johann Michael Haydn Serenata D-Dur 8 Marcia, 9 Allegro molto, 10 Menuetto, 11 Andante cantabile, 12 Menuetto. Allegro, 13 Polonese, 14 Andante con variazioni, 15 Finale. Rondeau Vivace

Rezensionen:

Bleiben wir in Wien und beim Concilium musicum dortselbst. Sie hatten die Sopranistin Ursula Fiedler zum jüngsten CD-Projekt gebeten. Eingespielt wurden die Symphonie D-Dur „La Chasse" von Franz Anton Hoffmeister (1754-1812), drei Arien von Joseph Haydn (alle drei 1779 in Esterháza entstanden und aufgeführt) und Johann Michael Haydns (1737-1806) Serenata D-Dur. Ganz typisch und mit ureigenem, unverwechselbarem Stil agiert das Orchester, wunderbar auch als Fundament für Ursula Fiedlers Parts, der Merlinda, der Nannina und der Donna Stella. Sie singt sehr innig und mit Herzblut. Das Orchester zeigt sich wieder einmal von seiner allerbesten Seite und überzeugt vollkommen. Der Hammer: Das ist wieder einmal ein Live-Mitschnitt, diesmal vom 18.10.2005. Und da läuft einem die Gänsehaut hinunter, wie sauber und schön hier musiziert wird, ohne Schnitt, ohne nachträgliche Verbesserungen! (Robert Strobl in Toccata 24/2006)


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