Bernhard Lang (*1957)

Ersteinspielung

DW 14 für Saxophon, Jazztrio und Orchesterloops

Gerald F. Preinfalk, Saxophon · Peter Herbert, Kontrabass

Wolfgang Reisinger, Schlagzeug

Wiener Symphoniker · Leitung: Fabio Luisi (Aufnahme des Österreichischen Rundfunks)

DW 9 'Puppe/Tulpe' für Stimme und 8 Instrumente nach Texten von P. C. Loidl

Salome Kammer, Stimme

Remix Ensemble · Leitung: Peter Rundel

Werke

Hörbeispiele
Rezensionen

 


Best.Nr. CCD 452
EAN 4028183004529

Zu diesem Titel:

Die Musik mahlt bekanntlich weniger gründlich als das Leben. Und wenn der österreichische Komponist Bernhard Lang die Wiederholung zum Gegenstand eines gewichtigen Zyklus macht, manövriert er den Hörer noch lange nicht in eine ausweglose Situation. Aber er konfrontiert ihn doch mit einem entsprechenden Problem. Denn Lang erkundet mit seinem Zyklus Differenz/Wiederholung (abgekürzt DW), an dem er seit 1997 in wechselnden Besetzungen schreibt, die unauflösbare Dialektik der Repetition, die Trivialität des Gleichen einerseits, das Dazwischensein bloßer Ähnlichkeiten und Varianten andererseits.

DW 9 entstand im Andenken an Christian Loidl, einen Schriftsteller und Freund Bernhard Langs, dessen Texte er mehrfach vertont hat. Das Stück unterscheidet sich als zurückhaltende Trauerarbeit auch der Statur nach von den beiden oben angeführten, opulent besetzten Vorläufern. Mit dem Thema des Todes nährt die Musik die dunkle Ahnung, dass das, was Phil Connors in Groundhog Day gelungen ist, nämlich den tristen Lauf der Zeit zu durchbrechen, vielleicht sonst außer im Tod nur in der Kunst gelingen kann.

Werke:

DW 14 für Saxophon, Jazztrio und Orchesterloops

(Uraufführung Wien 2005)

DW 9 ‚Puppe/Tulpe‘ für Stimme und 8 Instrumente

nach Texten von P. C. Loidl (Uraufführung Witten 2003)

Hörbeispiele (mp3):

DW 14 für Saxophon, Jazztrio und Orchesterloops

1 · I

2 · II

3 · III

DW 9 ‚Puppe/Tulpe‘ für Stimme und 8 Instrumente

nach Texten von P. C. Loidl

4 · I

5 · II

6 · III

Rezensionen:

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